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MARIJUANA

ANBAU INFO



Sorten und samen

Der Markt für Hanfsamen bietet heute eine schier unüberschaubare Vielfalt von Varietäten und Sorten. Alle diese Samen sind Nachkommen von Samen, die die Pioniere der Hanfzucht in den 60er Jahren, vor allem Amerikaner, aus geschmuggeltem Marihuana sammelten. Durch gezielte Zuchtauswahl und Kreuzung schuf man Sorten wie Northern Lights, Tha Bionic oder Skunk, Haze oder Durban Poison, die im Lauf der Zeit immer besser an die Bedingungen unter künstlichem Licht angepasst wurden.
Biologen unterscheiden nur selten zwischen verschiedenen Cannabis-"Arten", da alle Cannabis-Pflanzen ohne Einschränkung miteinander gekreuzt werden können und gesunde Nachkommen produzieren. Die folgende Einteilung hat sich jedoch etabliert, da sie auf das unterschiedliche Wuchs- und Rauschverhalten der drei Sorten Cannabis Rücksicht nimmt:
• Cannabis sativa
• Cannabis indica
• Cannabis ruderalis
Cannabis sativa L. ist in tropischen Klimaten heimisch und wächst vor allem in Indonesien, Thailand oder Kolumbien. Sativa-Varietäten zeichnen sich durch hohes Wachstum und relativ lange Blütezeiten aus. In den Ursprungsländern kann die Pflanze leicht höher als sechs Meter werden. Im Anbau sind sie etwas anspruchsvoller als die anderen zwei Sorten, sind aber bei Züchtern wegen des geringeren THC-Gehaltes und der "klaren" Wirkung beliebt.
Die Cannabis indica-Sorten sind gedrungener im Wuchs, haben breitere Blätter und blühen etwas kürzer als C. sativa-Varietäten. Sie wachsen im subtropischen Klima Indiens, Pakistans, Afghanistans und in Marokko. C. indica ist wegen des buschigen Wuchs besonders für den Innen-Anbau geeignet, allerdings ist die Wirkung von Indica-Hanf eher sedierend als aufputschend.
Cannabis ruderalis-Varietäten wachsen in gemäßigten Gebieten Osteuropas und werden auch in der Natur selten größer als einen Meter. Sie enthalten von allen genannten drei Sorten die geringste Menge an THC. Wegen ihres niedrigen Wuchs werden sie aber gerne für weitere Kreuzungen genutzt.
Es gibt eine unüberschaubare Vielfalt von Züchtungen, die teilweise sehr teuer verkauft werden - manche Sorten erzielen mehr als 20 Euro pro Samen. Die z.T. hohen Preise erklären sich aus dem hohen Aufwand zum Erhalt qualitativ hochwertigen, homogenen Saatgutes. Die Samenpackungen, die weitaus teuerer sind als andere Packungen, die die selbe Sorte enthalten, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, weibliche Pflanze hervorzubringen. Fortgeschrittene bevorzugen hochkarätigeres Saatgut und produzieren Samen oft selbst aus den gezogenen Pflanzen. Dazu muss die weibliche von einer männlichen Pflanze befruchtet werden. Es ist absolut notwendig, dies weit entfernt von den anderen weiblichen Pflanzen zu praktizieren, da durch eine Bestäubung der weiblichen Pflanzen der Wuchs (und die Harzanreicherung) der Blüten gestoppt wird. Bei Anfängern sind anspruchslosere Sorten wie Northern Lights oder Skunk(nicht zu verwechseln mit Skunk#1) beliebt.

Belüftung und Temperatur

Essentiell für eine erfolgreiche Zucht ist eine ausreichend dimensionierte Belüftungsanlage! Ein Sparen an der Belüftung hat schon so manchen Grower (=Hanfzüchter) die Ernte gekostet. Die Belüftung erfüllt mehrere Zwecke. Zum einen sorgt sie für den Abtransport des von den Pflanzen freigesetzten O2 und verdunsteten Wassers und sorgt für einen permanenten Nachschub an Frischluft und damit CO2, das die Pflanzen zum Wachstum benötigen. Zum anderen sorgt sie für die notwendige Luftzirkulation innerhalb des Zuchtraumes, was das Risiko vermindert, dass sich Parasiten und Schädlinge einnisten. Gerade während der Blütezeit sind eine gute Luftzirkulation und Regulation der Luftfeuchte innerhalb des Zuchtraumes wichtig, um Schimmel vorzubeugen. Die meisten Leuchtmittel produzieren außerdem eine nicht geringe Menge an Verlustwärme, die mit der Abluft aus dem Zuchtraum geblasen wird.
Darüber hinaus ist es für den überwiegenden Teil der Heimzüchter wichtig, die penetranten Gerüche aus der Luft zu filtern um nicht die Nachbarn zu belästigen. Verwendet werden dafür Aktivkohlefilter (AKF) in Kombination mit leistungsstarken Rohrlüftern (LTI).
Zur Dimensionierung der Lüftungsanlage kann man keine einfache und gleichzeitig exakte Faustformel angeben. Als Richtwert kann gelten, dass pro Minute ein kompletter Luftaustausch im Zuchtraum realisiert sein sollte. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Nennleistung des jeweiligen Lüfters durch vorgeschaltete Aktivkohlefilter und Rohre erheblich gemindert wird. Bei einem 1m² großen Raum, der 2m hoch ist, sollte man also mindestens einen Lüfter mit der Nennleistung 150m³/h (Kubikmeter pro Stunde) anschaffen. Dabei ist ein Leistungsverlust, wie er durch Rohrleitungen, Luftreibung und den Filter verursacht wird bereits berücksichtigt. Eine Faustformel für Räume mit weniger als 5m³ Rauminhalt und der Verwendung einer Natrium-Hochdrucklampe, eines Rohrlüfters und eines passenden Aktivkohlefilters lautet: "Lichtleistung in Watt = Lüfterleistung", Bsp.: bei einem Raum von 3m³ die Kombination 400W-NDL plus 400m³/h-LTI plus 400m³/h-AKF oder die Kombination 250W-NDL, 250m³/h-LTI plus 250m³/h-AKF.
Im Zweifel ist ein zu groß dimensionierter Lüfter, dessen Drehzahl manuell (mittels Dimmer/Transformator) oder automatisch (mittels Thermostat) auf einer mittleren Drehzahl gehalten wird, besser (und leiser) als ein zu knapp bemessener Lüfter, der ständig auf Hochtouren läuft.
Unterschiedliche Leuchtmittel produzieren unterschiedlich viel Wärme. Leuchtstoffröhren (LSR) erhitzen sich nur mäßig, während Natrium-Hochdrucklampen und Metallhalogen-Lampen (MH) sehr viel Verlustwärme produzieren. Schon der Unterschied zwischen einer 250W- und einer 400W-Natrium-Hochdrucklampe ist frappierend. Viel Wärme erhöht die Innentemperatur im Zuchtschrank erheblich. Abhängig von der Außentemperatur kann die Temperatur durch Luftaustausch nur auf einen bestimmten Differenzbetrag gebracht werden. Im Sommer, wenn auch nachts die Temperaturen nicht unter 25°C fallen ist deshalb auch meist eine Pause nötig.
Lüftergeräusche
Lüftergeräusche setzen sich zusammen aus dem Ansauggeräusch (meist vernachlässigbar), dem Ausblasgeräusch und dem Motor-/Vibrationsgeräusch. Zur Verminderung von Vibrationsgeräuschen wird der Lüfter freischwingend aufgehängt, z.B. an Gepäckträgergummiseilen. Zweitens sollte die Verbindung zwischen LTI und AKF nicht starr sein, dazu nimmt man etwas Abluftschlauch oder eine gepolsterte Befestigungsmanschette. Das Ausblasgeräusch läßt sich reduzieren, indem zwischen Lüfter und Abluftschlauch ein Schalldämpfer eingeschaltet wird oder alternativ wird statt des üblichen Abluftschlauchs ein schallisolierter Sonodec-Abluftschlauch verwendet. Letzterer dämpft das Ausblasgeräusch zwar pro Längeneinheit weniger (zwei Meter Sonodec entsprechen in etwa einem Meter Schalldämpfer), dafür ist er aber deutlich preisgünstiger und flexibel und damit besser unterzubringen.
Temperaturregelung
Am einfachsten lässt sich eine konstante Temperatur im Zuchtraum durch thermostatgeregelte Lüftersteuerung erreichen. Steigt die Temperatur über einen festgelegten Wert, dann regelt der Thermostat den Lüfter auf höhere Leistung. Ebenso wird der Lüfter auf niedrigere Drehzahlen gestellt, wenn die Temperatur wieder unter den Grenzwert sinkt.
Die richtige Temperatur ist ein wichtiger Faktor zur erfolgreichen Ernte. Man versuche die Temperaturen während der Beleuchtungsphase nicht über 28°C steigen und während der Dunkelphase nicht unter 18°C sinken zu lassen sowie größere Temperaturschwankungen (>10°C) zu vermeiden. Bei hohen Temperaturen steigt einerseits die Gefahr von Schädlingsbefall, zum anderen sind einige Bestandteile der wirksamen Inhaltstoffe des Hanfs ab 25°C flüchtig. hallo?
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Relative Luftfeuchte
Grundsätzlich gilt, die relative Luftfeuchte (rLF) während der Vegetationsphase höher, während der Blütephase niedriger zu halten.
Mit etwas über 50%rLF in der Vegetationsphase und etwas unter 50%rLF in der Blütephase fühlen sich die Pflanzen wohl. 50%rLF sind nie verkehrt.
Methoden zur künstlichen Luftentfeuchtung sind leider technisch aufwendig oder teuer. Als wichtigster Regulator dient hier der ständige Luftaustausch durch den Lüfter. Die Luftfeuchte anzuheben ist dagegen relativ einfach. Am einfachsten durch regelmäßig aufgehängte feuchte Handtücher, technisch ausgereifter durch einen kleinen Ultraschall-Vernebler. Bei großen Zuchträumen kann der Hanfzüchter über die Anschaffung eines gesteuerten Raumluftbefeuchters nachdenken.
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Ventilator
In der Natur werden Hanfpflanzen durch den Wind ständig bewegt. Dieser Reiz fördert das Dickenwachstum und die Stabilisierung des Stengels. Fehlt dieser Reiz "spargelt" die Pflanze und knickt schlimmstenfalls einfach um. Zur Vorbeugung eignet sich ein kleiner Ventilator, der die Pflanzen z.B. durch eine Zeitschaltuhr (ZSU) gesteuert mehrmals täglich in Bewegung versetzt. Der Luftstrom sollte dabei nicht direkt auf die Pflanzen gerichtet sein, da das zu Windbrand oder Umknicken führen kann. Keimlinge lassen sich mit Pfeifenreinigern abstützen, bis sie die notwendige Stabilität erreicht haben.

Zuchtraum


Zum Anbau von Hanf ist nicht viel Platz und auch nicht unbedingt ein separater Kellerraum erforderlich. Haustiere - Hunde und Katzen - stellen mögliche Infektionsherde dar und werden von den Pflanzen besser ferngehalten.
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Ausbau
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Fugen abdichten
Ist der Schrank, der Kasten oder die Kommode an Ort und Stelle kann man sich an den Rohbau wagen. Alle Fugen werden Luft- und Lichtdicht versiegelt. Gut dafür geeignet ist beispielsweise Silikon, wie es zum Verfugen von Fliesen im Bad verwendet wird. Ebenso gut kann man 4x4mm Fichtenholzleisten in die Kanten kleben. Der Zuchtraum soll tatsächlich vollkommen abgedichtet werden. Gegen Licht, damit während der Blütezeit das Blütehormon der Pflanzen nicht gestört wird. Gegen Luft, damit keine Ritzen oder Löcher verbleiben, durch die Ungeziefer oder Staub eindringen können oder der Geruch ausströmen kann.
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Löcher für Belüftung und Kabel
Man braucht nun Löcher für Zu- und Abluft. Die Öffnung für die Zuluft dimensioniert man mindestens doppelt so gross wie die Öffnung der Abluft. Die Zuluftöffnung verklebt man mit einem feinen Netz um Insekten und Staub zurückzuhalten. Zuletzt installiert man Lichtfallen um vollkommene Dunkelheit bei ausgeschalteten Lampen zu gewährleisten.
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Reflektion
Zum Thema Reflektion sei vorweg gesagt, dass Aluminiumfolie nicht die besten Reflektionseigenschaften aufweist, wie viele zunächst annehmen. Den besten Reflektionsgrad erreicht man durch ein mattes Weiß. Am besten eignet sich daher Schwarz-Weiß-Folie, die in diversen Grow-Shops erhältlich ist.
• SW-Folie - am besten - Reflektionsgrad ca. 90% - 95%
• Heizungslack - gut - Reflektionsgrad ca. 80% - 95%
• Aluminiumfolien - schlecht - Reflektionsgrad ca. 70%
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Elektrik
Vorab: Elektrizität ist tödlich! Man sollte also nur damit arbeiten, wenn man sicher weiß, was man da tut. Andernfalls überlässt man das besser einem Elektriker!
Die folgenden Absätze gelten deshalb ohne Gewähr. Fehler in der Elektrik und darauf folgende Kurzschlüsse oder Brände sind ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Die Elektrik sollte, wenn möglich außerhalb des Zuchtraumes untergebracht sein. Keinesfalls darf die Möglichkeit bestehen, dass Gieß- oder Spritzwasser auf Kontakte und Steckdosen fällt. Kommen Wasser und Strom zusammen besteht Lebensgefahr!
Häufigste Ursache von Kurzschlüssen sind verschmutzte und korrodierte Kontaktstellen. Die Enden der Kupferlitzen sollten mit Aderendhülsen bestückt sein, um optimalen Kontakt zu gewährleisten (nicht verzinnen!).
Die in Deutschland und Österreich übliche Farbgebung für Leiter (Phase), Rückleiter (Nulleiter) und Erdung (Schutzleiter) ist wie folgt:
• schwarz, rot oder braun: Leiter
• blau: Neutralleiter
• grün/gelb: Schutzleiter
Zum Anschließen und Verkabeln der elektrischen Geräte beachten Sie bitte die Installationsvorschriften der Gerätehersteller oder lassen sie es einen Elektriker machen!


Licht

Sonnenlicht ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Bei künstlicher Beleuchtung der Pflanzen stellt sich somit die Frage der richtigen Lichtquelle. Der für Pflanzen nutzbare Bereich des elektromagnetischen Spektrums liegt im Bereich des sichtbaren Lichts. Hanf ist eine Pflanze, die sehr hohe Mengen an Licht durch Photosynthese zur Assimilation nutzen kann, eine gute Beleuchtung ist somit essentiell.
Von spezieller Bedeutung für den Anbau sind der rote und der blaue Spektralbereich des sichtbaren Lichts. Blaues Licht lässt die Pflanzen gedrungener und buschiger wachsen, außerdem bilden sich dickere Stämme, gut für den Indoor-Anbau, bei dem oft die Höhe des Zuchtraums ein limitierendes Element darstellt. Unter rotem Licht wachsen die Pflanzen schneller in die Höhe. In der Blüte bekommen sie dafür aber dickere Knospen. Idealerweise kombiniert man also Leuchtmittel mit vorwiegend blauem Lichtanteil für die Vegetationsphase und vorwiegend rotem Lichtanteil für die Blütephase.
Licht macht Gewicht! Anders ausgedrückt ist die Art und die Stärke der verwendeten Lichtquelle entscheidend für einen hohen Ertrag. Für den Indoor-Anbau werden heute im wesentlichen drei Arten von Leuchtmitteln verwendet, Natriumdampflampen (NDL), Metallhalogen-Hochdrucklampen (MH) und die allseits bekannten Leuchtstoffröhren (LSR). Seltener verwendet, aber auch geeignet sind speziell für die Aufzucht von Pflanzen entwickelte Energiesparlampen.
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Leuchtstoffröhren (LSR)
Die allgemein bekannten Leuchtstoffröhren gibt es in einer schier verwirrenden Formen- Stärken- und Lichtfarbenvielfalt. Für den Anbau von Hanf benötigt man sogenannte Drei-Banden-Leuchtstoffröhren, solche Leuchtmittel haben grundsätzlich eine "8" am Anfang der Typenbezeichnung. Die zwei weiteren Ziffern kennzeichnen die Lichttemperatur des emittierten Lichtes in 100 Kelvin.
Für die Wuchsphase von Hanf benötigt man Lampen mit einem hohen Blauanteil, das sind Röhren mit der Bezeichnung 860 oder 865 ("Daylight") und entsprechend einer Farbtemperatur von 6000 bzw. 6500K. Für die Blütephase des Anbaus ist ein erhöhter Rotanteil zur Ausbildung dicken Blüten notwendig. Für diesen Abschnitt sollte man dann mit Röhren der Bezeichnung 830 ("Warm White") beleuchten.
Bevorzugt werden LSR in der vegetativen Phase eingesetzt und zwar aus folgenden Gründen: Erstens haben LSR eine geringe Tiefenwirkung, was bei kleinen Jungpflanzen kein Problem darstellt, bei größeren Pflanzen jedoch weniger optimal ist. Zweitens liefern LSR in den ersten Wochen ähnlich gute Ergebnisse wie NDL oder MH, sind jedoch im Allgemeinen stromsparender.
Vorteilhaft sind LSR auch gerade in beengten Verhältnissen, da sie wegen der geringen Wärmeentwicklung bis auf wenige Zentimeter an die Pflanzen herangebracht werden können, ohne dass es zu Verbrennungen kommt.

Natriumdampflampen (NDL, HPS)

Das Licht von NDLs sieht für den Menschen gelblich aus. Viele Straßentunnel sind mit 150 Watt NDLs bestückt, um eine Vorstellung von der Leuchtkraft dieser Lampen zu geben. Eine NDL kann jeweils nur mit einem speziellen, auf die Leistung des Leuchtmittels abgestimmten Vorschaltgerät betrieben werden. Dazu gehört noch ein Reflektor um das abgestrahlte Licht möglichst verlustfrei auf die Pflanzen zu werfen, Hammerschlagreflektoren sind dabei besser, da sie das Licht gleichmäßiger reflektieren. Im Fachhandel gibt es z.B. 400 Watt Bausätze bereits ab 80 Euro.
NDLs strahlen vor allem im gelben und roten Spektralbereich des sichtbaren Lichts und sind damit vornehmlich für die Blütephase geeignet. Manche NDLs besitzen jedoch gegenüber normalen NDLs einen um 30-40% erhöhten Blauanteil und sind somit auch gut für die Vegetationsphase geeignet. Mit NDLs in der Blühphase lassen sich die höchsten Erträge erzielen, nicht zuletzt wegen ihrer Lichtstärke. Es gibt sie in Stärken von 150W bis über 1000W. Hanf sollte in der Blütephase mit etwa 50.000 Lumen beschienen werden. Auf 1m² ist dies ab einem 400W NDL-Leuchtmittel gewährleistet.
Wegen der starken Wärmeabstrahlung der NDL muß der Abstand Leuchtmittel-Pflanzenspitze etwa 40-60cm betragen. Dieser Abstand läßt sich mit einer sogenannten Cooltube verringern. Das ist ein einseitig transparenter Zylinder, der dem AKF und LTI nachgeschaltet ist und das Leuchtmittel umgibt. Die Luft strömt vom AKF durch den LTI und nimmt in der Cooltube die von der Lampe produzierte Wärme mit (Konvektion).

Metallhalogen-Hochdrucklampen (MH)
-Hochdrucklampen sind Gasentladungslampen, deren Gaskolben mit Halogen-Metall-Verbindungen gefüllt ist. Diese Leuchtmittel erzeugen ein blau-weißes Spektrum und sind deshalb in der Hanfzucht primär für die Aufzucht von Stecklingen / Sämlingen bzw. für die Vegetationsperiode geeignet. Bei der Anzucht sind in den ersten Lebenswochen Leuchtstoffröhren vorzuziehen, da diese eine geringere Wärmeentwicklung haben. Es ist zu erwähnen dass MH-Lampen einen geringeren Wirkungsgrad und damit eine höhere Wärmeabgabe als NDL-Leuchtmittel haben. Hanf sollte in der Vegetationsperiode mit etwa 30.000 Lux beschienen werden. Dies wird auf 1m² erreicht von einem 400W MH-Leuchtmittel.
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CFL
Compact Fluorescent Lamp. Spezielle "Energiesparlampen" mit integriertem Vorschaltgerät (z.B. MaxGrow), die auch für die Hanfzucht geeignet sind und sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Vorteile der CFL sind niedrige Stromkosten, hohe Lichtausbeute, lange Lebensdauer und geringe Wärmeentwicklung. Ob sie der NDL in der Kosten/Nutzen-Bilanz überlegen sind wird derzeit noch kontrovers diskutiert, da die Hersteller dieser Lampen oft zu hoch gegriffene Informationen bezüglich der Lichtausbeute angeben.
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Nicht geeignete Leuchtmittel
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"Pflanzenlampen"
"Pflanzenlampen" aus dem Baumarkt sind in der Regel ausreichend um eine langsam wachsende Zimmerpflanze am Leben zu halten. Für die Hanfzucht eignen sie sich nicht. Eventuell kann man sie zur Unterstützung verwenden, für Pflanzen, die auf dem Fensterbrett stehen und durch Sonnenlicht wachsen.
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Glühbirnen
Alle Arten von Glühbirnen, egal welcher Wattstärke, sind für die Hanfzucht absolut ungeeignet, da es sich hierbei primär um Wärmestrahler handelt, die einen Großteil ihrer aufgenommenen Leistung (~90%) nur in Form von Wärme abgeben.
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Halogenlampen
Halogenlampen - nicht zu verwechseln mit Metallhalogen-Hochdrucklampen - sind ebenfalls ungeeignet für die Hanfzucht, da sie einen zu geringen Wirkungsgrad sowie ein zu schmales Lichtspektrum besitzen.
Der dicke 500W-Baumarktstrahler für 10 Euro ist also nicht geeignet zur Aufzucht von Hanf!
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Sonstige
Ebenfalls völlig ungeeignet zur Belichtung sind Infrarotlampen (IR-Lampen, Wärmelampen), UV-Lampen, Energiesparlampen u.a.m.

Die Photoperiode, oder: es blüht!

Wie die meisten Pflanzen reagiert Hanf mit dem Beginn der Blütephase in Abhängigkeit der Lichtdauer pro Tag. Dieses Phänomen wird Photoperiodizität genannt. Hanf ist eine sogenannte Kurztagpflanze, d.h. sie neigt bei einer Tageslänge von 18 Stunden pro Tag zum Wachsen (vegetative Phase) und reagiert bei einer Verkürzung der Photoperiode auf 12 Stunden mit dem Beginn der Blüte. Damit das in dieser Phase ausgeschüttete Blühhormon wirksam ist, ist es unerlässlich, dass die "Nachtzeit" auch wirklich vollkommen dunkel ist. Der Zuchtraum sollte also vollkommen lichtdicht abgeschlossen sein und die Pflanzen in der Dunkelphase nicht gestört werden. Eine Unterbrechung der Nachtperiode bewirkt u.U. eine Verzögerung bzw. ein Ausbleiben der Blüte und das Erscheinen von Zwittern.

Stromkosten
Die Stromkosten, die hauptsächlich zu Lasten der Beleuchtung gehen, lassen sich mit der Formel
(Leistung der Geräte*Betriebsstunden*Anzahl Betriebstage im Monat)/1000*Strompreis in € = Stromkosten in € pro Monat
berechnen.


Keimen der Samen

Es gibt voneinander abweichende Methoden, die Samen zum Keimen zu bringen, die von verschiedenen Züchtern mit hoher Erfolgsquote angewendet werden. Am einfachsten ist es die Samen etwa 0,5 bis 1cm tief in Torfquelltöpfe (sogenannte Jiffys - erhältlich in jedem Gartencenter oder Baumarkt) zu pflanzen. Nur leicht mit Erde bedecken. Viele Züchter legen die Samen zum Vorquellen 24 Stunden zwischen 2 feuchtnasse Taschentücher, die sie entweder in einen Teller legen und mit einem weiteren Teller (verkehrt herum) abdecken oder man benutzt einfach Tupperware, die fest verschließbar ist und setzen sie dann ein. Am Besten ist es aber die Samen auf diese Weise gleich zum Keimen zu bringen, und erst in die Erde zu setzen, wenn die Keimwurzel etwas über 0,5 Zentimeter lang ist. Achtung! In dieser Phase darf man die Keimwurzel auf gar keinen Fall verletzen. Hilfreich könnte eine Plastikpinzette sein. Wichtig ist, dass die Keimwurzel beim Einpflanzen in den Jiffy nach unten zeigt, die Öffnung am Samen also nach oben. Die Temperatur innerhalb der Teller bzw. Tupperware sollte ungefähr 21-25°C betragen.

Anzucht

Die Anzucht- oder Vegetationsphase findet wie im Kapitel Licht geschildert, am besten unter Licht mit erhöhtem Blauanteil statt. Werden Leuchtstoffröhren verwendet, so sollten die jungen Pflanzen sehr dicht unter den Röhren positioniert werden. Die Hitzeentwicklung der Röhren ist sehr gering, es besteht also keine Verbrennungsgefahr, außerdem nimmt die Lichtintensität bei Leuchtstoffröhren mit dem Abstand sehr schnell ab. Durch den geringen Abstand zum Leuchtmittel beugt man dem im Anfangsstadium des Wuchses sehr gefürchteten "Spargeln" (schnelles Höhenwachstum, geringe Dicke) vor, wodurch die Pflanze kaum noch ihr eigenes Gewicht halten kann.
Unter Metallhalogen- und Natrium-Hochdrucklampen sollte man dagegen einen eher zu großen als zu kleinen Abstand wählen. Die Hitzeentwicklung ist sehr hoch, außerdem ist die Lichtintensität dieser Lichtquellen für Jungpflanzen sehr hoch. Als Faustregel für den Lampenabstand in der Anzuchtphase wählt man Watt/5 in Zentimeter, bei einer 400 Watt Lampe also mindestens 80 Zentimeter. Der Abstand der Lampe kann dann langsam verringert werden. Wenn die Pflanzen ihre dritte oder vierte Nodie entwickeln kann man die Lampen bis auf 40 cm heranbringen.
Auch der Ventilator (Windersatz) zur Förderung des Dickenwachstums kann von Anfang an eingesetzt werden. Es reicht vollkommen, wenn die Pflanzen alle paar Stunden für mehrere Minuten bewegt werden, was sich mit einer herkömmlichen Zeitschaltuhr leicht realisieren läßt. Der Ventilator sollte nicht direkt auf die Pflanzen gerichtet werden, da sonst Beschädigung und Windbrand drohen.


Zuchtmedien

Für die meisten Anfänger wohl am geeignetsten ist der Anbau auf Erde. Für Fortgeschrittene bieten sich die Hydrokultur (Hydroponik) auf Kokosfasern oder Steinwolle an. Bei den Anbaumethoden auf leblosen Medien bzw. der Hydrokultur beziehen die Pflanzen ihre Nährstoffe direkt aus dem zugegebenen Wasser. Damit ist einerseits eine extrem gute Kontrolle der Lebensbedingungen möglich, andererseits muss man dann auch gut über die Bedürfnisse der Pflanzen bescheid wissen und stete Kontrolle üben, da die Pufferfunktion der Erde hier wegfällt.
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Erde
Erde ist nicht gleich Erde. Man kann für die Hanfzucht am einfachsten auf fertige Blumenerde aus dem Pflanzenmarkt zurückgreifen. Man sollte jedoch etwas auf die Qualität der Erde achten. Billige Erde ist oft schlecht gedüngt oder ist anfälliger für Schädlinge. Es gibt auch spezielle Erde für Hanfpflanzen, die auf die Bedürfnisse von Hanf hin zusammengemixt wurde und von allen Grow-Shops vertrieben wird.
Zur Verbesserung des Bodenklimas und für eine bessere Belüftung der Erde sollte man in jedem Fall ein Viertel bis ein Drittel Perlite der Erde beimischen. Perlite ist durch Erhitzen aufgeschäumte und anschließend zermahlene Lava. Perlite speichern Feuchtigkeit und tragen wesentlich zu einem gesunden Bodenklima bei.
Neben dem Licht ist der Boden wohl der zweitwichtigste Faktor, der zu einem guten Ertrag führt. Durch regelmäßiges Umtopfen hat die Pflanze Gelegenheit ständig neue Wurzeln auszubilden. Gesundes Wurzelwachstum ist auch die Voraussetzung für gesundes Wachstum von Stengel, Blättern und Blüten. Hanfpflanzen entwickeln sich oberirdisch proportional zum unterirdisch verfügbaren Platz.
Als besonders gut geeignet gezeigt, haben sich die "Composana"-Erden, und der "Allmix/Biomix" von "BioBizz". Diese Erden sind zwar teurer als die NoName-Produkte aus dem Supermarkt, allerdings kann man sich bei diesen Produkten auf hohe und gleich bleibende Qualität verlassen.
Die Keimlinge benötigen eine nährstoffärmere Erde, die im Handel unter der Bezeichnung Anzuchterde erhältlich ist.
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Eigene Erdmischungen
Ein einfaches und für Hanf sehr gut geeignetes Basisrezept ist Blumenerde, Perlite und Wurmdung 1:1:1 gemischt. Wurmdung ist ein stickstoffreicher Dünger und sorgt für gesunde, grüne Pflanzen. Einen Regenwurm pro Pflanzbehälter zersetzt natürliche Erdzusätze wie noch nich völlig verroteten Kompost.Wichtig bei der Bereitung von eigener Erde ist rechtzeitiges Anfangen. Die fertige Erdmischung sollte für mindestens drei Monate ruhen, damit sich die verschiedenen Inhaltsstoffe gut verbinden können. Zweckmäßigerweise mischt man die eigene Mischung in großen Eimern, wie sie von Maurern zum Mischen von Mörtel verwendet werden.
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Hydrokultur
Bei der Hydrokultur beziehen die Pflanzen ausschließlich über das Wasser, die Wurzeln hängen bei dieser Methode entweder frei im Wasser oder umwachsen Blähtonstücke. Definitiv kann Hanf in Hydrokultur geradezu erstaunliche Wachstumsraten und Erträge erreichen, aber die Technik ist mit vielen Schwierigkeiten verbunden. So sind verschiedene Wasserparameter genauestens zu überwachen und zu steuern. So müssen beispielsweise der pH- und der EC-Wert konstant gehalten werden. Beim Anbau auf Erde hat man fast nie Probleme mit diesen Werten.


Wasser

Da die Pflanzen zum Leben Wasser brauchen und alle Nährstoffe über Wasser aufgenommen werden, ist dies ein weiterer wichtiger, wenn auch nicht kritischer Faktor.
Zunächst zur Menge: Hanf liebt es nicht zu nass. Der häufigste Anfängerfehler ist zu starkes Giessen, insbesondere wenn der Topf noch nicht gut durchwurzelt ist - manche Pflanze wurde schon richtiggehend ertränkt! Giessen sollte man erst, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Selbst wenn die Pflanzen einmal wegen Trockenheit ihre Blätter hängen lassen ist das kein Grund zur Sorge, kräftig gewässert richten sie sich innerhalb kurzer Zeit wieder zur Sonne.
Das Wasser sollte nicht zu heiß sein, andererseits auch nicht eiskalt. Falls man glücklicherweise eine Regentonne besitzt, kann man ohne Probleme mit Regenwasser gießen. Wasser aus der Leitung sollte sich "kühl" anfühlen, "lauwarm" ist etwas zu viel.
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pH-Wert
Der pH-Wert (potentium hydrogenii) bezeichnet den negativen dekadischen Logarithmus der H+-Ionen im Wasser. Einfacher ausgedrückt: der pH-Wert ist ein Maß für den Säuregehalt des Wassers. Wasser mit einem pH-Wert von 7 ist neutral. Werte unter 7 stehen für saures, über 7 für basisches Wasser.
Für Hanf sind pH-Werte von 5.5 bis 6.5 sehr gut. Die Pflanzen kommen aber auch mit Werten zwischen 5.0 bis 7.5 gut zurecht. Benutzt man als Anzuchtmedium vorgedüngte Markenerde, so muss man sich um den pH-Wert keine großen Sorgen machen. Im Zweifelsfall gilt aber, dass bestehende Verhältnisse beibehalten werden sollten, da sich die Wurzeln an einen bestehenden pH-Wert gewöhnen.
Bei hydroponischen Systemen, also Anbausystemen, bei denen alle Nährstoffe über das Wasser aufgenommen werden, sollte der pH zwischen 5.6 und 5.8 liegen. Hier sind die meisten Nährstoffe am besten wasserlöslich und damit für die Pflanzen optimal verfügbar. Gerade bei zu hohem pH liegen viele Spurenelemente in unlöslicher Form vor, wodurch sich vielfach gleichzeitige Überdüngungs- und Unterdüngungserscheinungen erklären lassen.
Wird auf Erde angebaut, so muss das Gießwasser in der Regel nicht mit Säure oder Lauge korrigiert werden, da das feste Medium in gewissem Rahmen puffern kann. Eine Verwendung hochwertiger Erde ist dabei aber unerlässlich.
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EC-Wert
Der EC-Wert (electric conductivity) beschreibt die Leitfähigkeit einer wässrigen Lösung und ist darüber ein Maß für die Anzahl an Ionen in der Lösung oder einfacher ausgedrückt: für die Düngerkonzentration.
Die Einheit der Leitfähigkeit (auch Leitwert genannt) ist das Siemens, Kurzzeichen S. Dabei gilt : 1 S = 1 A/V = 1/Ohm. Damit ist die elektrische Leitfähigkeit der Kehrwert des elektrischen Widerstandes.
Für Düngerlösungen sind Leitfähigkeiten im Milli-Siemens-Bereich interessant. Der EC-Wert entspricht der elektrischen Leitfähigkeit in Milli-Siemens. Für Hanf haben sich, je nach Wuchsstand und Phase der Pflanze sowie dem Phänotyp (Indica/Sativa) EC-Werte von 1.0 am Anfang bis 2.0 in der Endblüte bewährt.
Messbar ist der EC-Wert mit einem EC-Meter. Dies ist auf Erde nicht relevant, auf Hydro-Kulturen jedoch unerlässlich.









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